7. Juli 2013

FĂĽr Sie gelesen:

Das MĂĽnchner BĂĽndnis gegen Depression informiert:

Erstmals gibt es in MĂĽnchen eine Laufgruppe fĂĽr Menschen, die an Depressionen leiden. FĂĽr die Betroffenen ist es schwierig, sich zu ĂĽberwinden, doch Experten halten das Training fĂĽr einen wirkungsvollen Teil einer Therapie.

Immer am Montagabend werden sich vom 22. April an Menschen, die an Depression erkrankt sind, zu gemeinsamen Laufen im Englischen Garten treffen. Diese Aktion wird finanziell vom „Adventskalender fĂĽr gute Werke der SĂĽddeutschen Zeitung“ unterstĂĽtzt. Eine Laufgruppe fĂĽr an Depression erkrankte Menschen ist in MĂĽnchen neu. Ăśberhaupt sind Sportangebote fĂĽr diese Patientengruppe eher ungewöhnlich. Initiiert wurde das Projekt von einer Betroffenen, bei der der regelmäßige Laufsport zur Heilung beigetragen hat. „Wir haben unser Netzwerk genutzt, um das Projekt zu realisieren“, sagt Rita WĂĽst, GeschäftsfĂĽhrerin des „MĂĽnchner BĂĽndnis gegen Depression“. Die ehemalige Profiläuferin Ingalena Heuck  wird die neue Laufgruppe leiten. „Laufen ist immer nur ein Teil der Therapie“, sagt sie, „aber wir wollen damit erreichen, dass sich die Leute mit dem Laufen wohler fĂĽhlen.“

 

Die Siemens-Betriebskrankenkasse informiert:

Immer mehr Menschen klagen über hohe Stressbelastungen. In der öffentlichen Diskussion geht es aber mehr um ein Problem, als um Lösungsansätze.

 

Deshalb hat die Siemens-Betriebskrankenkasse die Themenwochen „Stark bei Stress“ ins Leben gerufen:

 

Sie will Denkanstöße für eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema geben, um so eine Überforderung zu vermeiden und Belastungen positiver begegnen zu können.

 

Deutschlandweit laufen seit Ende 2012 Aktionen. Die SBK bietet Informationen und Beratung, bringt Versicherten und Interessierten Angebote nahe und möchte das viel diskutierte Thema unter neuen Aspekten beleuchten.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sbk.org/starkbeistress

 

 

DKV kompakt zum Thema Depression

Aus dem Gleichgewicht.

15 bis 20 % der Menschen erkranken an einer Depression.

Depressionen werden in der Regel mit Medikamenten und/oder einer Psychotherapie behandelt. Antidepressiva beeinflussen gezielt das Ungleichgewicht der Botenstoffe, die depressiven Symptome klingen ab. Eine Psychotherapie unterstützt den Heilungsprozess, dient der Aktivierung und Problembewältigung, fördert die Motivation und bezieht ggf. Angehörige mit ein. Patienten mit mittelschweren und schweren Depressionen sollten sich einer kombinierten Behandlung von Medikamenten und Psychotherapie unterziehen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.dkv.com/seele.

 

Der Verband freier Psychotherapeuten informiert in seiner Veröffentlichung Newsletter 3/2013:

Psychische Erkrankungen: Viele Betroffene – wenig Behandlungen

Über ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland weist über das Jahr gerechnet eine oder mehrere klinisch bedeutsame psychische Störungen auf. Die höchsten Prävalenzen treten überraschenderweise bei jungen Leuten auf. Frauen sind von psychischen Erkrankungen geringfügig mehr betroffen als Männer. Erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es indes bei einzelnen Diagnosen, wie Angststörungen und Depression. Psychische Störungen treten häufig zusammen auf oder gehen mit anderen Erkrankungen einher. Dementsprechend nimmt auch die Arbeitsunfähigkeit rapide zu: Kommt ein Drittel aller Personen mit psychischen Störungen innerhalb von vier Wochen auf „nur“ einen Fehltag, so steigt der Anteil bei Multimorbidität von 63 Prozent (bei drei Diagnosen) auf nahezu 90 Prozent (bei fünf Diagnosen). Weniger als die Hälfte, nämlich nur 42,9 Prozent der von einer psychischen Krankheit Betroffenen hatten deswegen jemals Kontakt zum Medizinsystem. – Hier ist also noch viel Aufklärung erforderlich, dass seelische Leiden keine persönliche Schwäche oder Schmach, sondern vielmehr erfolgreich behandelbar sind.

 

Das Paracelsus-Magazin informiert in seiner FrĂĽhjahrsausgabe 2013:

Stalking – Psychoterror bis die Seele bricht

gekĂĽrzte Version des Artikels, verfasst von Ingrid Pfeifer, Leiterin einer Stalking-Beratungsstelle und Buchautorin

Immer mehr Klienten suchen therapeutische Hilfe, weil sie Opfer eines Stalkers geworden sind. Mittlerweile wird die Dunkelziffer der Stalking-Betroffenen bundesweit auf 600000 bis 800000 Menschen geschätzt, d.h. etwa jeder zehnte Bundesbürger wird ein Mal in seinem Leben Opfer eines Stalkers. Jedes vierte Stalking-Opfer denkt über Selbstmord nach. 80% der Betroffenen sind Frauen, 20% Männer.

Es werden verschiedene Stalking-Typen unterschieden:

Bei den Stalkern handelt es sich größtenteils um Ex-PartnerInnen, die das Ende der gemeinsamen Beziehung nicht akzeptieren können oder wollen. In der Regel geht es ihnen darum, den Partner zurückzugewinnen. Sie zählen zu den zurückgewiesenen Stalkern, die aufgrund eines Gefühls der Demütigung handeln.

Die beziehungssuchenden Stalker leben in der festen Ăśberzeugung, ihre Liebe beruhe auf Gegenseitigkeit. Gesten und Signale des GegenĂĽbers werden fehlgedeutet.

Stalking trifft aber auch Ă„rzte, Rechtsanwälte oder Therapeuten, wenn der Stalker sich als „Opfer“ sieht. Die angebotene Hilfe, nutzen sie zur fortgesetzten Rache und Befriedigung (rachsĂĽchtige Stalker). In diesen Fällen werden auch Internet-Plattformen genutzt, um den Arzt, Rechtsanwalt oder Therapeuten öffentlich zu diskreditieren.

Was tun, wenn man betroffen ist:

  • Dem Stalker unmissverständlich klar machen, dass keinerlei weiterer Kontakt gewĂĽnscht ist
  • Sich niemals auf ein letztes, klärendes Gespräch oder gemeinsames Treffen einlassen. Jede Reaktion seitens des Opfers bietet dem Stalker neue Nahrung. Konsequentes Handeln ist unerlässlich.
  • Das Umfeld sollte unbedingt informiert werden, Familie, Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen.
  • Jede Stalking-Handlung sollte dokumentiert werden (Stalking-Tagebuch). Das Tagebuch kann vor Gericht ein wertvolles Beweismittel sein.
  • Sollte der Stalker das Opfer mit dem Auto verfolgen, sollte die nächste Polizeidienststelle aufgesucht werden.
  • Unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.

Weitere Informationen können über info@gemeinsam-gegen-stalking.de in Erfahrung gebracht werden.